domenica 1 luglio 2018

Camping mit unseren Pferden

Camping mit unseren Pferden

Manchmal brauchen unsere Pferde eine frische Umgebung, frisches Gras, frische Luft – und schon steckten sich Mensch und Tier gegenseitig an. Warum auch im Bett schlafen, wenn doch die Berge der Toskana ebenfalls Schlafplätze im Grünen bereithalten? Gesagt, getan. 


Als sich der Tag dem Ende neigte, die Sonne den Abend rot färbte und die Vögel ihre Gesänge der Nacht starteten, wurden unsere zwei „Alterspräsidenten“ des Stalls gesattelt und mit Taschen versehen. Im gemächlichen Schritt begann der Ritt in die abendliche Stimmung, vorbei an unseren Koppeln, samt grüßender Pferde, plätschernden Bächen und vorbeiziehenden Rehen. Die frische Luft des Abends war angenehm kühl und bereitete eine hervorragende Abwechslung zum Tagesgeschehen. Auf der Wiese einer kleinen Anhöhe, mit Blick in alle Richtungen, umgeben vom Panorama der maremmanischen Hügel, sollte das Nachtlager für Mensch und Tier ausgebreitet werden. Während die Pferde an den ersten Blüten zupften, positionierten wir unser Zelt, stiegen aus den Reitersachen und drapierten die Decken der Pferde für unser nächtliches Lager. Als die Grillen ihre Gesänge begannen, unser kleines Lagerfeuer entfachte und wir mit einem Glas Wein den Sonnenuntergang bestaunten, legte sich eine wohltuende Stille über Mensch und Reiter. Unser Hotel Rifugio Prategiano erstrahlte am Hange des Poggio di Montieri einsam und still vor sich hin. Zwischen grunzenden, nächtlichen Freunden, raschelnden Überraschungen und toskanischen Vogelstimmen fanden wir schließlich doch den erholsamen Schlaf. Es hat etwas besonderes, den Kopf aus dem Zelt zu stecken, die frische Morgenluft einzuatmen, den Nebel an den Bergen emporklimmen zu sehen und mit dem Pferd auf Arbeit zu reiten. Manchmal muss man raus, manchmal kann der Tapetenwechsel auch ganz ohne Tapete ausfallen. Nur zu empfehlen und hier, in der Maremma-Toskana, möglich.

domenica 24 giugno 2018

Bicompleanno – oder wie man italienisch Geburtstag feiert

Bicompleanno – 
oder wie man italienisch Geburtstag feiert

Langsam geht die Sonne hinter der Kulisse Gerfalco´s Hausberg Cornate unter. Das leuchtende Rot des Abendhimmels versetzt die Koppel der Maremma-Pferde am Fuße des Poggio di Montieri in eine sanfte Abendstimmung. Doch der Schein trügt. Im Reitstall des Hotels Rifugio Prategiano geht’s rund. Einen halben Tag lang wurde fleißig geräumt, gefegt, vorbereitet, geschnippelt, gekühlt und sich herausgeputzt. Das Holz für Lagerfeuer und Barbecue liegt bereit, der mayonnaisehaltige Nudelsalat für eines der deutschen Geburtstagskinder wurde in Schüsseln con carne und senza carne verteilt. Bei einem italienischen Fest spielt das Essen eine gleichmäßig präsente Rolle wie der rote Wein. Es ist schließlich Bicompleanno – ein Zusammenschluss zweier Geburtstage und zweier Nationalitäten.

Küsschen rechts, Küsschen links, Ciao hier, Ciao da. Die allesamt fröhlichen Gäste formieren sich zu einer Festgemeinschaft. Zwischen Pferdestreicheln, Playlist zusammenstellen und Selfies vorm duftenden Rosenstrauch, verbreitet sich gemächlich der Geruch brutzelnder Köstlichkeiten auf der längst entflammten Feuerstelle. Ob man sich kennt oder nicht, ob man die gleiche Sprache spricht oder nicht, spielt letztlich keine Rolle und der vino rosso tut sein Übriges. An der langen Tafel angekommen, wird der Nachbar zum Freund und der Entfernteste hebt seinen Plastikbecher zum gemeinschaftlichen „Cin Cin!“ Die Bratwurst der Italiener (salsiccia) vereinigt sich auf den Tellern mit deutschem Knäckebrot und Nudelsalat, toskanischem, salzfreiem Brot mit Hummusaufstrich und gegrilltem Pecorino-Käse. Diese Szenerie zieht sich über den Großteil des Abends, bis schließlich der selbstgemachte Nachtisch zu heller Aufregung führt. Der cremige Kuchen und die zuckrig-roten Teigkugeln gefüllt mit Nutella (pesche) lassen das rege Treiben und die lautstärkemäßig hohe Gesprächskultur für Minuten verstummen. Nun verteilt sich die fröhliche Meute ringsherum ums Lagerfeuer, beobachtet die unzähligen Glühwürmchen oder spaziert im Lichte des Mondscheins. Unter dem Zelt des beachtlichen und klaren Sternenhimmels werden noch viele Geschichten erzählt, hallt manches Lachen und schließlich wird sie lang, die Sommernacht des Bicompleanno´s.

domenica 17 giugno 2018

Sommer-Erwachen im Hotel Prategiano

Sommer-Erwachen im Hotel Prategiano

Unser Rifugio Prategiano erblüht. An allen Ecken und Enden lässt die Sonne das Grün samtig gedeihen und der Duft der unzähligen Rosen schmiegt sich an die sanfte Sommerluft. Hier, am Fuße des Poggio di Montieri, zeigt sich der schönste Monat der Toskana von seiner sonnigsten Seite.
Wo vor ein paar Wochen noch eifrig geschnitten, geputzt, gemäht, gebaut wurde, erfreuen sich nun Mensch und Tier am Gedeihen der Landschaft. Kinder spielen umher, erobern den leuchtend blauen Pool des Hotels, während die größeren Kinder es sich auf den Liegen bequem machen und vielleicht ein längst fälliges Buch in ihren Händen halten. Wenn man genauer hinhört und -sieht, so entdeckt man eine unglaubliche Artenvielfalt von Insekten und kleineren Tieren. Ein Mancher mag sich darüber wundern, doch der Naturliebhaber weiß, dass hier, fern von großen Städten, Smog und Lärm die Lebewesen in ihrem besten Zustand zu finden sind und es daher nur ein sanfter Hinweis auf die Reinheit dieser Landschaften in der Maremma Toskana ist.
So liebevoll sich hier um jede Blüte gesorgt wird, so sorgsam achtet man auf das Gedeihen des hauseigenen Gartens. Dieser wird ökologisch-nachhaltig bewirtschaftet und dient unserer regionalen Küche in der Zubereitung frischer Delikatessen. Umgeben von Kirschbäumen, kleineren Eichen und saftigen Wiesen wachsen nun unzählige Gemüsepflänzchen heran. Man entdeckt Bohnen (fagioli), Gurken (cetrioli) mit einem selbstgebauten Dach zum Hochklettern, Tomaten (pomodori), Paprika (peperoni) und den schärferen Verwandten: die Chilipflanze (peperoncino).
 




Eine schattige Ecke wird geziert von Büschen aus Salbei (salvia), Oregano (origano), Petersilie (prezzemolo) und dem Klassiker der italienischen Küche, dem Basilikum (basilico).





Noch sehen wir nur die Anfänge all ihrer Frucht, doch das mediterrane Klima wird seine Arbeit tun und schon bald wird man einige Kräuter oder erste Ernten auf unserem Tisch finden.


Ja, es ist ein Ort zum Sonne tanken und Natur erleben, der seinem Namen „Prategiano“ - Garten des Gottes Giano – alle Ehre macht.

domenica 27 maggio 2018

Terme delle Galleraie – Eindrücke eines Tages


Terme delle Galleraie – Eindrücke eines Tages

Umhüllt von einem nahezu unberührten Dschungel aus rankendem Grün, begleitet von dem Duft wilder Zitronenmelisse und dem Gesang des vielfältigsten Sängers, den wir in Deutschland als die Amsel, in Italien als Merlo bezeichnen, findet man sich inmitten eines ehemaligen Sanatoriums wieder, unter welchem seit vielen Jahrtausenden das warme und wohltuende Thermalwasser sprudelt. Doch wie in aller Welt gelangt man an diesen sinnlich-abenteuerreichen Ort? Ich lade dich ein auf eine kleine Reise auf dem Rücken unserer Pferde…


Wenn du das erste Hindernis – den Sattel eines unserer Maremma-Pferde zu erklimmen – erfolgreich gemeistert hast, dann erwartet dich bereits am Tor unseres Stalls ein wunderbarer Blick über den sagenumwobenen Hausberg des Hotels: der Poggio di Montieri. An seiner Linken schmiegt sich das kleine, namensgebende Städtchen, welches im Frühling durch weiße, blühende Kirschbäumchen auf dem Poggio nur noch verschönert wird. Doch der Weg führt uns in Richtung Travale und zunächst vorbei an urwüchsiger Natur, als auch sprudelnden Bächen. Im ruhigen Schritt, lockerem Trab und brausendem Galopp ziehen die grünen Hügel der Toskana an uns vorbei. Immer wieder begegnen wir scheuen Rehen, staunen über großartige Feigenbäume und entdecken wunderbare Ausblicke in die vielfältige Bergwelt. Im leichten Sitz geht es steil bergauf, bergab und mittendrin begrüßt uns ein kleines Tinker-Pferd mit seinem Esel-Freund neben einer hübsch in die Landschaft gesetzten Villa, deren Besitzer uns mindestens ein „Buona Giornata!“ („Schönen Tag!“) hinterherrufen. Schon bald sieht man von Weitem unzählige Olivenbäume und Weinreben, deren  zukünftiger Geschmack nur durch die anschmiegende Sonne und die klare Luft erahnt werden kann. Während den Reitern die frischen Akazienblüten nahezu in den Mund wachsen, erreichen die Pferde das Tal und somit den Lauf des Flusses Cecina. Erfrischend für Mensch und Tier überqueren unsere Pferde stampfend das kühle Nass, während man selbst in die von Vögeln und Natur beherrschte Wildnis dieser Umgebung eintaucht. Und da sind wir: an der Terme delle Galleraie, deren benachbartes Flussbett uns Schatten als auch einen ruhigen Picknickplatz als Halbzeit unseres Rittes bietet.

Das sich uns nun offenbarende Areal wurde bereits von den Etruskern als Badestätte genutzt und die heilende Wirkung des schwefelhaltigen Thermalwassers früh erkannt. Bei gutem Schuhwerk und scharfer Machete gelangt man sogar an alte Ruinen dieser zweitausend Jahre alten Thermalbäder, welche die Natur jedoch zu großen Teilen in ihren Jungle integriert hat. Nebenan begeistert ein verlassenes Hotel stets die Gemüter unserer Gäste und bietet Raum für kreative Hirngespinste, was sich hier zugetragen hat oder welchen Schatz man aus diesen Gemäuern ergründen könnte.


Schließt man die Augen, so erfährt man noch mehr Geschichten dieses mystischen Ortes, die man erriechen, erschmecken und erhören kann. Doch das muss jeder selbst erfahren – und, was der Rückweg bereithält, ebenso…



sabato 31 marzo 2018

Die Colline Metallifere


Die Colline Metallifere, was in Deutsch so viel heißt wie „metallhaltige Hügel“, sind ein Gebirgszug in der südlichen und mittleren Toskana. Seit der Antike wurden die Hügel vor allem wegen ihrer Bodenschätze wie Silber, Eisen, Kupfer oder Blei geschätzt. Heute spielen Landschaft und Natur die Hauptrolle. Wildschweine, Füchse, Stachelschweine, Dachse, Rehe und viele weitere Tiere sind in großen Kastanien-und Eichenwäldern zu Hause, in denen sich die Wildtiere ungestört entwickeln können und die zu ausgiebigen Wanderungen einladen. Der frühere Bergbau wird jetzt von einem ruhigen Tourismus abgelöst. Besonders der Frühling und der Herbst eignen sich als hervorragende Jahreszeiten für einen Urlaub im  Naturpark der Colline Metallifere in der Toskana.  


Wer Ruhe sucht und die Natur liebt ist hier genau richtig. Der Naturpark lockt mit Schönheit und Ursprünglichkeit seiner Landschaft. Raue Felsen, Steineichen- und Kastanienwälder und zahllosen Quellen und Bäche sind sehr gut auf dem ausgedehnten Netz an Wanderwegen zu erkunden. Wie aus den Felsen gehauene Bergdörfer haben sich ihren ursprünglichen Charme bewahrt und wollen erkundet werden. Auf dem Weg durch die wunderschöne Landschaft der Colline Metallifere finden sich natürlich auch die typischen Spezialitäten der Umgebung: Maronen, Wild und Pilze.

 


Nur 60 Kilometer entfernt liegt die atemberaubende Stadt Siena. Genauso nahe ist die Etruskische Riviera mit ihren weiten naturbelassenen Stränden. Reiter kommen in den Colline Metallifere auch voll auf ihre Kosten und treffen auf zahlreiche idyllische Reiterwege. Erfahrene Mountainbiker können sich auf anspruchsvolle Touren mit Ausblicken auf den Naturpark weit weg vom Touristentrubel freuen.  


martedì 20 marzo 2018

Cala Violina

Der atemberaubende Strand von Cala Violina

 

Cala Violina ist eine der schönsten Buchten der Toskana. Ihren Namen erlangte sie vom „Geigenklang“, der erklingt, wenn die glasklaren blauen Wellen auf den feinen weißen Sand des Strandes treffen. Die Besonderheit dieses Ortes sind nicht nur die Töne, die der Sand hervorbringt und die an die Klänge einer Violine erinnern. Auch die Naturbelassenheit, Sauberkeit und Romantik des Strandes überzeugt jeden der vielen Besucher jedes Jahr. Die zwei imposanten Vorgebirgen, zwischen denen die Bucht von Cala Violina liegt, und das wunderschöne klare Wasser machen diesen Ort zu einem perfekten Urlaubsziel.

Wo liegt Cala Violina?

Cala Violina liegt zwischen Follonica und Punta Ala, inmitten des Naturschutzgebiets von Bandite di Scarlino. Der Strand ist nur auf romantischste Weise zu erreichen - zu Fuß, mit dem Fahrrad oder hoch zu Ross. Das macht ihn zu einem perfekten Ort für entspannte Auszeiten inmitten der Mediterranen Macchia.

sabato 2 aprile 2016

Reiten mit dem Reitermagazin "Cavallo Magazine"

Wanderritt im Naturreservat Diaccia Botrona und entlang der Küste der Maremma Toskana 

Am 6. Februar oranisierte das Team des Reiterhofs und Hotels Prategiano zusammen mit den 2 Guides Fabio Sabatini und Massimo Guerri eine fantastischen Tagesritt durch das Naturreservat Diaccia Botrona, die schönen Pinienwälder von Castiglione, und entlang der einsamen Sandstränden zwischen Castiglione und Marina di Grosseto.

Unberührte Natur, traumhafte Landschaften und eine fabelhafte Gruppe von Reitern machten diesen Wanderritt in einer der schönsten Regionen der Toskana zu einem besonderen Reiterlebnis.
Sogar das meist gelesene Reitermagazin von Italien, "Cavallo Magazine" veröffentlichte einen tollen 5 Seiten langen Artikel über dieses Ereignis in seiner Ausgabe im April 2016. Die Zusammenarbeit "Cavallo Magazine" und "Prategiano" hat eine lange Tradition. Genau vor 30 Jahren, 1 Jahr nach der Gründung der Zeitschrift, erschien 1986 der erste Artikel über die Wanderritte des Reiterhofs Prategiano. Die Familie Paradisi war damals einer der ersten Hotelbetreiber in Italien, die Reiturlaub in der Toskana anboten.

Im Frühjahr und Herbst haben Sie auch die Möglichkeit, entlang der Strände der Maremma zu reiten. Im Sommer ist das Reiten in der Toskana in den höher gelegenen Regionen rund um Montieri zu empfehlen.